„Kinder lassen sich leicht integrieren“
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Klaus Kluge, Vorsitzender des Illinger Arbeitskreises Asyl, berichtet über Pläne der Ehrenamtlichen
Illingen. Knapp 120 geflüchtete Menschen leben in Illingen. Um sie kümmert sich unter anderem der Freundeskreis Asyl, dessen Vorsitzender, Klaus Kluge, am Mittwoch im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats einen Überblick über die Aktivitäten und Pläne der Ehrenamtlichen gegeben hat. Wie Kluge berichtete, leben die Geflohenen überwiegend in größeren Familienverbänden in den Unterkünften des Enzkreises und der Kommune. Dazu gehören auch 15 Kindergartenkinder und rund 25 schulpflichtige Kinder. Die Familien stammen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak und sind zum Teil anerkannt, geduldet oder genießen subsidiären Schutz.
Ein Problem, so Kluge, sei, dass in den vorläufigen Unterkünften des Enzkreises an der Ensinger Straße etliche Menschen leben, die dort eigentlich „Fehlbeleger“ sind. Für sie sind eigentlich die Kommunen verantwortlich, können aber noch keinen geeigneten Wohnraum anbieten. „Da der Landkreis bald wieder in seinen Unterkünften geflohene Menschen aufnehmen muss, bemüht er sich, die Fehlbeleger möglichst zügig in die Obhut der Kommunen zu übergeben“, so Kluge. Dabei könne es auch vorkommen, dass die betroffenen Familien ihren Wohnort wechseln müssen. „Das ist für die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Asyl manchmal eine schwierige Situation, weil Betreuungsverhältnisse nicht so ohne weiteres weitergeführt werden können“, bedauert Kluge und weist gleichzeitig darauf hin, dass auch die Betreuung in den Sammelunterkünften problematisch werden könnte, wenn sich dort die Familienstrukturen nicht mehr halten lassen. Der Enzkreis muss in naher Zukunft auch Geflohene aufnehmen, die alleine aus afrikanischen Staaten nach Deutschland gekommen sind.
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