„Keine Reaktion ist eine Frechheit“

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Residenzbahn: Minister reagiert nicht

„Keine Reaktion ist eine Frechheit“

Wer etwa von Illingen nach Karlsruhe will, muss eine längere Umsteigepause einplanen. Dieses Fahrplankonzept stößt auf Kritik. Archivfoto: Huber

Enzkreis (fg). Eigentlich wollte Landrat-Vize Wolfgang Herz am Donnerstag im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistags darüber berichten, wie das Verkehrsministerium auf die Kritik aus dem Enzkreis am Fahrplankonzept der Residenzbahn reagiert hat. Sein Bericht fiel kurz aus: „Der Landrat hat vor langer Zeit einen Brief ans Ministerium geschickt. Bis heute gibt es keine Reaktion.“ Auch aus Respekt und Demut vor der Streckeninfrastruktur, so Herz mit leicht sarkastischem Unterton, sei dies grenzwertig. Landrat Bastian Rosenau wurde deutlicher: „Keine Reaktion ist eine Frechheit.“ Unter anderem geht es bei der Kritik am Fahrplankonzept darum, dass kleinere Kommunen nicht mehr durchgängig mit Karlsruhe verbunden sind und die Pendler eine Umsteigepause in Pforzheim, Vaihingen oder Mühlacker in Kauf nehmen müssen. Gleichzeitig sollten Probleme beim Koppeln und Flügeln in Mühlacker minimiert werden. Die Anregungen aus dem Enzkreis stoßen in Stuttgart aber auf taube Ohren, unter anderem wohl auch, weil der VVS und der KVV Bedenken haben und der VPE bei der jüngsten Fahrplankonferenz noch nicht einmal eingeladen war.

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