Keine Häuser auf altem Gräberfeld
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Archäologisch interessante Fläche soll aus Bebauungsplanbereich herausgenommen werden
Mühlacker-Grossglattbach. Anfang September sind Experten bei einer archäologischen Voruntersuchung in Großglattbach im Bereich „Pforzheimer Weg“, also just da, wo ein Neubaugebiet ausgewiesen werden soll, auf menschliche Überreste aus der Vergangenheit gestoßen (wir berichteten). Zwar sind die sachkundigen Buddler nicht auf einen zweiten „Ötzi“ gestoßen, doch haben sie zumindest den Teil eines Skeletts – und zwar den Abschnitt zwischen Schädel und Hüfte – entdeckt. Ein Fund, den das Mühlacker Tagblatt scherzhaft „Glabbi“ getauft hat.
Archäologen stoßen in Großglattbach auf Spuren aus dem Mittelalter.Archivfoto: Deeg
Später fielen den Forschern zumindest noch an einer weiteren Stelle Knochenreste eines anderen Skeletts in die Hände – plus einer Gürtelschnalle und mehrerer Glasperlen. Offensichtlich befand sich am Ortsrand von Großglattbach in Richtung Pinache, unweit des heutigen Friedhofes, schon vor Jahrhunderten eine Begräbnisstätte. Grabgruben aus der frühmittelalterlichen Merowingerzeit, also wohl aus der Zeit zwischen dem fünften und dem achten Jahrhundert nach Christus, seien gefunden worden, teilt das Mühlacker Planungs- und Baurechtsamt dem Ausschuss für Umwelt und Technik mit.
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