Keine Bewährung für gewalttätigen Syrer
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Angeklagter pöbelt nach Urteilsbegründung im Gerichtssaal – Mann schlägt Frau und hält Tochter aus dem Fenster
Du bist eine Schande“, pöbelte der Angeklagte in Richtung Staatsanwalt, „Ich bin unschuldig“, beschwerte sich der Syrer, der seine Tochter drohend aus dem Fenster gehalten hatte, empört bei Richter Oliver Weik. Dass der Mann die neunmonatige Freiheitsstrafe wegen Bedrohung, Misshandlung Schutzbefohlener und Körperverletzung mehr als ungerecht empfindet, machte er nach Urteilsverkündung so lautstark deutlich.
Pforzheim/Maulbronn. Es war nicht der erste Streit, der in der Unterkunft in Maulbronn zwischen dem Ehepaar aus Syrien tobte, doch am 30 März 2019 eskalierte die Situation endgültig. Der 38-Jährige schlug Frau und Kind, hielt seine siebenjährige Tochter aus dem Fenster, drohte sie fallenzulassen, eine Nachbarin beobachtete das Drama, rief die Polizei, die den wütenden Mann festnahm. Der war sich auch gestern keiner Schuld bewusst. In seinem letzten Wort, das jedem Angeklagten nach den Plädoyers zusteht, nutze er ausführlich die Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzustellen. Dabei kritisierte er die zu laxen Erziehungsmethoden seiner Frau. „Immer muss ich das Fernsehen verbieten. Ich habe Problem mit Kindern, weil sie erlaubt alles.“ Er rückt sich ins richtige Licht: „Ich bin seit zwei Jahren hier, habe allein die Sprache gelernt.“ Zweifelt am deutschen Sorgerechtssystem: „Die Frau hat immer recht hier.“ Das Fazit seiner Beweisführung: „Meine Frau lügt. Meine Frau ist gefährlich für die Kinder.“ Nach einer halben Stunde wurde es Richter Weik bei dem zunehmend aufgeregter werdenden Redeschwall zu bunt. Er mahnte ein Ende der weitschweifenden Erklärungen an und hatte schließlich Erfolg.
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