Kein Schüler soll auf der Strecke bleiben
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Bröckelnde Anmeldezahlen an Gemeinschaftsschulen und überlastete Realschulen – Angst vor schlechten Trends in Schullandschaft
Der Deutsche Städtetag rechnet damit, dass bald einige Gemeinschaftsschulen wegen mangelnder Schülerzahlen geschlossen werden müssen. Auch Johanna Bächle, Leiterin des Amts für Bildung und Kultur, ist beunruhigt und meldet deutlich sinkende Anmeldezahlen an der Gemeinschaftsschule Schillerschule.
Selbstständiges Lernen wird an der Gemeinschaftsschule groß geschrieben. Allerdings bröckeln die Anmeldezahlen für die neue Schulform. Archivfoto: Disselhoff
Mühlacker/Enzkreis. Wie Andreas Petermann, Leiter der Schule am Stromberg, auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet, zeige auch in Illingen/Maulbronn der Trend deutlich nach unten. „Im ersten Jahr der Gemeinschaftsschule hatten wir 55 Anmeldungen, danach immer rund 45, zuletzt waren es nur 35“, sagt Petermann, der bezweifelt, „dass wir am Mittwoch und Donnerstag, den Anmeldetagen für das Schuljahr 2018/19, diese Zahl erreichen“. Trotzdem ist Illingen immer noch weit entfernt von der magischen Zahl 16. Laut Gesetz müssen Gemeinschaftsschulen aufgelöst werden, wenn in zwei Jahren hintereinander weniger als 16 Neuanmeldungen für deren fünfte Klasse vorliegen – es sei denn, gegen eine Schulschließung sprechen besondere Gründe. Auf die Frage nach den Ursachen für den bröckelnden Trend bei den Gemeinschaftsschulen antwortet Petermann: „Am Anfang war das Interesse vielleicht überproportional hoch, weil die Schulart noch neu war. Dann hat es sich ein wenig eingependelt. Jetzt müssen wir aber feststellen, dass auch andere Schularten verstärkt für sich werben.“
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