Kein Risiko eingehen
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Gefährdete Bäume werden gefällt
Ötisheim (cb). Der Ötisheimer Gemeinderat hat den ihm am Dienstag vorgelegten Forstwirtschaftsplan 2018 einstimmig genehmigt. Revierförster Bernd Obermeier hatte zuvor die finanziellen Rahmenbedingungen erläutert und über anstehende Maßnahmen informiert. Der Vollzug des Forstwirtschaftsplans 2016 weise ein Plus von 28000 Euro auf, für das laufende und das kommende Jahr werde eine schwarze Null angestrebt. „Wir können optimistisch in die Zukunft blicken“, verwies Obermeier auf den Holzverkauf, der sich gut anlasse. Insbesondere bei der Eiche würden sehr gute Preise erzielt. Auch Brennholz werde stark nachgefragt. Der geplante Holzeinschlag von rund 2500 Erntefestmetern bewege sich im Rahmen der Empfehlung der Zwischenrevision. „Wir stellen so viel bereit, wie vermutlich benötigt wird.“
Wichtig sei, nicht mehr standfeste Bäume zu entfernen. „Wer in der Waldsiedlung wohnt, weiß, dass derzeit die Straße Richtung Schmie gesperrt ist“, erinnerte der Förster an eine Maßnahme zur Verkehrssicherung. Dort gebe es zahlreiche gefährdete Exemplare, und wie schnell ein äußerlich gesunder Baum zum Risiko werden könne, habe der Unfall zwischen Kieselbronn und Enzberg bewiesen. Was den Bäumen an der Verbindungsstraße zwischen Ötisheim und Schmie konkret zu schaffen mache, sei schwer zu sagen, antwortete Obermeier auf eine Frage von Gemeinderätin Ingrid Burger (BUN). Sicher sei, dass Buchen, die mitten in der Sonne stünden, Probleme bekämen. Rindenbrand könne zu Schäden im Wurzelwerk führen. Andere Bäume hätten altersbedingt gelitten. „Die Verkehrssicherung muss man sehr ernst nehmen“, kündigte der Revierförster an, auch an anderer Stelle tätig werden zu wollen. Er werde eine Vollsperrung für den dem Ötisheimer Gemeindewald entlangführenden Abschnitt der Straße zwischen dem Kreisel am Ortsausgang bis kurz vor der Firma SITA beantragen. Voraussichtlich im Frühjahr sollen, die verkehrsrechtliche Genehmigung vorausgesetzt, die Arbeiten über die Bühne gehen. Im Vorfeld der aufwendigen Aktion gelte es vieles zu beachten – von der Absprache mit dem Landratsamt über die Koordination der für die Aufarbeitung Zuständigen bis hin zu EnBW und DB, die in unmittelbarer Nähe mit Leitung beziehungsweise Bahnlinie vertreten seien.
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