Kein Platz für Gewalt im Klassenzimmer
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Mühlacker. In diesem Zusammenhang führten Ingo Weimer und Peter Eitel, Präventionsbeamte der Polizeidirektion Pforzheim, gestern in der fünften Klasse der Ulrich-von-Dürrmenz-Schule einen Workshop zum Thema Gewaltvorbeugung durch. Die Schüler lernten dabei spielerisch, was Prävention eigentlich bedeutet und wie sie sich in Ernstfällen verhalten können. Wichtig sei vor allem, dass man sich als Beobachter oder als Betroffener einer Straftat sofort an einen Lehrer, die Eltern oder direkt an die Polizei wende, erklärten die Gesetzeshüter, die sich selbst als Bindeglied zwischen Polizei und Schulen bezeichnen. Nur so könnten nachhaltig Probleme vermieden werden.
Der Präventionsbeamte Peter Eitel (li.) spielt mit dem Fünftklässler Maik und Lehrer Matthias Klewar eine Erpressung in der Schule.
Gewaltformen, die am häufigsten an Schulen vorkommen, sind „Erpressung, Mobbing sowie Handy- und Internetgewalt“, weiß Eitel, der mittlerweile schon seit 36 Jahren im Polizeidienst ist. Vor allem die Gewalt im Internet sei stark im Kommen – durch soziale Netzwerke habe man leichtes Spiel beim Mobbing: „Etwas Gemeines über andere zu schreiben oder ein peinliches Bild hochzuladen, geht schnell und einfach“, legte Weimer dar. Die Hemmschwelle für solche Taten nehme außerdem immer mehr ab, betonte auch Schulsozialarbeiterin Christina Schneider, die in enger Zusammenarbeit mit den beiden Präventionsbeamten steht. In vielen Fällen seien schwierige Familiensituationen der Auslöser für gewaltsame Handlungen. Aus diesem Grund ist die Fachfrau nicht nur Ansprechpartner für Schüler, sondern auch für deren Eltern. Sie empfiehlt Letzteren, sich mehr mit ihren Kindern zu beschäftigen und etwas gemeinsam zu unternehmen, um dadurch die sozialen Kompetenzen der Kleinen zu fördern.
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