Kein Job für Menschen mit schwachen Nerven

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Pforzheim. Wenn Benjamin Gutjahr (25) seine Freunde trifft, dann gibt es genau ein Tabu-Thema: seinen Job. „Da rede ich nicht drüber. Wenn es meine Oma wäre, dann wollte ich es auch nicht.“ Würde der Huchenfelder noch seinen ursprünglich erlernten Beruf des Landschaftsgärtners ausüben, hätte er wohl weniger Probleme, darüber zu sprechen. Doch mit dem Vergleich in Richtung Großmutter meint er nicht etwa das Umgraben von Gärten bei alten Menschen: Benjamin Gutjahr ist Tatortreiniger, und als solcher wird er auch zu Wohnungen gerufen, in denen alte und einsame Menschen seit Tagen tot liegen.

Von Kopf bis Fuß eingehüllt: Benjamin Gutjahr ist als Tatortreiniger tätig.

Von Kopf bis Fuß eingehüllt: Benjamin Gutjahr ist als Tatortreiniger tätig.

Und vor kurzem wurde der junge Mann nach Stuttgart gerufen, wo sich ein Mann am Türbalken erhängt hatte. Wenn er ankommt, sind aber in jedem Fall die Leichen bereits abtransportiert. Was er dann noch vorfindet, ist sicherlich nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen: Der Mann, der sich erhängte, wurde nach fünf Tagen gefunden – da war die Leichenflüssigkeit auf den Parkettboden gesickert, der Geruch auch entsprechend. Wenn sich jemand die Pulsadern aufgeschnitten hat, dann kann es auch sein, dass die ganze Wohnung mit Blut besudelt ist.

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