Kehrtwende ermöglicht guten Deal

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Nach Raubüberfällen kommen drei Angeklagte vor dem Jugendschöffengericht mit einem blauen Auge davon

Pforzheim. Aus einer Laune heraus hat das Zufalls-Duo am 12. März 2019 einen harmlosen Passanten ausgeraubt, mit voller Absicht haben zwei Brüder am 20. November 2019 einen „guten“ Bekannten abgezockt. Gestern musste sich das Jugendschöffengericht mit einem breiten Spektrum an Tätern, Taten und Nachtat-Verhalten beschäftigen, bevor es in allen Fällen zu Bewährungsstrafen in Variationen kam.

Wieder einmal hing der 18-jährige Deutsche mit Bekannten bis spät in die Nacht auf dem Pforzheimer Lindenplatz rum, statt in seiner Wohngruppe zu sein, kiffte und chillte, bevor er sich von der Idee – „Komm lass uns Scheiße bauen“ – habe mitreißen lassen. Zu zweit hätten er und sein Mitangeklagter ihr zufällig gewähltes Opfer verfolgt, ihm das Handy vom Ohr gerissen und ihm ein Bein gestellt. Als der Geschädigte, ein Gastronomie-Mitarbeiter auf dem Heimweg, erfolgreich mit einem Gehfehler – so heiße das in der Jugendsprache – zu Boden gebracht worden sei, wurde er um seinen Geldbeutel erleichtert. Von einer Beute um die 70 Euro und Kopftritten will der 18-Jährige, der vor dem Jugendschöffengericht ein Geständnis ablegte, nichts mehr wissen. Sein 17-jähriger Kompagnon mit irakischen Wurzeln wartete erst einmal ab, äußerte sich auch zu weiteren Vorwürfen des Marihuana-Handels und der Beleidigung von Polizisten als „Hurensöhne“ nicht.

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