Kehrtwende?

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Zu „Wenn Hilfe ins Rote trifft“ vom 19. Februar:

Das Kinderzentrum in Maulbronn diagnostiziert nun Motorik und Graphomotorik mit Tests aus Amerika. „Es ist wichtig, motorische Probleme ernst zu nehmen“, unterstreicht der Leiter, Professor Rainer Blank, die Bedeutung eines neu eingeführten Testverfahrens. „Für die Welt ist dies ein kleiner Schritt, ein großer aber für die betroffenen Kinder“ wird er zitiert. Markiert dieser Satz eine Kehrtwende der Fachleute, auf die so viele hoffen? Wer kennt ihn nicht, den Satz von Neil Armstrong, der als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte? Die Erkenntnis ist gut – eine schnelle und sichere Lösung wäre wichtiger. Von Maulbronn aus wurde längst der zweite Fuß auf den Boden der Lernrealität gesetzt. Motorische Auffälligkeiten bei Schulkindern werden meist durch visuelle Defizite verursacht, die zum einen nicht ausreichend erkannt und zum andern nicht ausreichend korrigiert wurden. Erst wenn dieser zweite Schritt getan ist, beginnt für die Kinder ein großer Schritt nach vorn. Sie können ihre Entwicklungsdefizite abbauen und neue Bildungshorizonte anstreben. Bis jetzt erreicht dieser Fortschritt nur Kinder, deren Eltern nicht auf Hilfe warten, sondern Hilfe suchen und den Weg notfalls allein gehen. Sie erleben das Ergebnis besser, als es irgendjemand anderes erleben könnte.

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