Kaum Platz für neue Flüchtlinge

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Enzkreis. Kein Tag vergeht derzeit ohne Fernsehbilder aus dem umkämpften Syrien und aus Jordanien, wohin die Menschen vor dem Krieg flüchten. Auch Europa bereitet sich auf einen Ansturm heimatlos gewordener Menschen vor. Im Enzkreis seien derzeit allerdings noch keine Opfer des aktuellen Konflikts als Asylbewerber registriert, informiert Andreas Kraus, der Leiter des Enzkreis-Ordnungsamts, auf Nachfrage unserer Zeitung. Ob sich daran in naher Zukunft etwas ändern werde, könne er noch nicht abschätzen. Zu den Geduldeten, die in den Gemeinschaftsunterkünften des Enzkreises oder in sogenannten Anschlussunterbringungen lebten, zählten auch zwei Syrer, die aber schon länger im Land seien.

Die Verteilung neuer Flüchtlinge erfolge anhand einer bestimmten Quote über die Landesaufnahmestelle in Karlsruhe. Den Kreisen werde dabei ein begrenztes Mitspracherecht eingeräumt, was im Fall des Enzkreises zu einer landesweit alles andere als repräsentativen Rangfolge der Nationalitäten führe. So stellten Menschen aus Pakistan mit 51 Prozent den größten Anteil der insgesamt 66 Asylbewerber, gefolgt von Irakern (18 Prozent) und Serben (15 Prozent). „Wir machen uns bei der Zuteilung unter anderem dafür stark, dass wir nach Möglichkeit Menschen aus Ländern bekommen, die zu den bereits bei uns Untergebrachten passen“, erläutert Andreas Kraus. So werde auch Wert darauf gelegt, die Zimmer in den Gemeinschaftsunterkünften in Straubenhardt, Ispringen, Mönsheim sowie in den zusätzlich in Mühlacker angemieteten Wohnungen „konfliktfrei“ zu belegen.

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