Katja Mast wehrt sich gegen Uwe Hück
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Enzkreis/Pforzheim (pm/fg). Bereits im Juli 2019 hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast angekündigt, auch für die Wahlen 2021 wieder zur Verfügung zu stehen. Am gestrigen Dienstag hat sie sich in einem persönlichen Brief an die Parteimitglieder in Pforzheim und im Enzkreis gewandt. In ihm bekräftigt sie ihre Ambitionen auf die Kandidatur, präsentiert ihre Leitlinien, die auf sozialen Ausgleich, Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und klare Kante gegen Rechts setzen. „In allem, was ich tue, bin ich transparent. Mit mir gibt es keine Alleingänge. Ich bin keine Alleinunterhalterin. Ich weiß, Politik ist Teamsport – die gute respektvolle Zusammenarbeit ist mir wichtig. Bisher ist die Gegenkandidatur nicht inhaltlich begründet und es gibt auch keine Kritik an meiner Arbeit vor Ort“, geht Mast auch – ohne seinen Namen explizit zu nennen – auf die Ambitionen des ehemaligen Porsche-Betriebsratschefs Uwe Hück ein, der ihr die Kandidatur streitig machen will. „Ich halte mich an meine Absprachen, mache keine Ankündigungen, die ich nicht einhalten kann“ – solche Sätze in dem Brief von Katja Mast könnte man auch als kleine Spitzen in Richtung Hück interpretieren. „Dabei bin ich nicht immer laut, aber nutze meine Funktion immer für den sozialen Fortschritt und dafür, unsere Region zu stärken.“ Gleichzeitig betont Mast, dass sie den Wettbewerb schätze, wenn er mit offenem Visier und mit Anstand, Respekt und Klarheit geführt werde. „Ich werde dabei keine Schläge unter die Gürtellinie verteilen“, verspricht die Parlamentarierin, die bedauert, dass eine Debatte zu ihrem Wohnort geführt werde – „das kann man tun, muss man aber nicht“. Wichtig sei doch, dass sie da sei und nicht, wo sie losfahre, bietet Mast allen Genossen an, ihnen zu erklären, warum sie „aus zutiefst familiären Gründen nach Rastatt umgezogen“ sei.
Mast oder Hück? Die Entscheidung dürfte noch vor der Sommerpause bei einer Delegiertenversammlung fallen, wobei – Stand jetzt – der Enzkreis aufgrund seiner Mitgliederstärke mehr Delegierte als der Kreisverband Pforzheim stellen dürfte. Die Enzkreis-Sozialdemokraten haben sich bislang eher hinter Katja Mast gestellt, während die Pforzheimer Uwe Hück offenbar favorisieren.
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