Katholiken stellen alles auf den Prüfstand
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Kein Geld für den Werterhalt der Immobilien – Seelsorgeeinheit will Liegenschaften aufgeben – Infos auf Gemeindeversammlungen
„Die Zeit der Entscheidungen ist gekommen“, macht Dekan Claus Schmidt deutlich. Die katholischen Kirchengemeinden Herz Jesu Mühlacker und St.Joseph Illingen benötigen in den nächsten zehn Jahren 5,1 Millionen Euro, um ihre Immobilien in Schuss zu halten. Tatsächlich stehen aber nur 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Ein Treppenaufgang an der Herz-Jesu-Kirche musste bereits gesperrt werden. Das ist aber nicht das größte Sanierungsproblem für Dekan Claus Schmidt, Kirchengemeinderätin Veronika Ebhart und ihren Kollege Bernhard Reuter sowie Kirchenpfleger Peter Steimle (v. re.). Foto: Goertz
Mühlacker/Illingen. „Wir haben mit Hilfe eines Architekturbüros eine Bestandsaufnahme unserer Liegenschaften gemacht, nun soll alles auf den Prüfstand gestellt werden“, kündigt Schmidt an. „Welche Immobilien benötigen wir, welche können wir vielleicht abstoßen?“ Dabei stünden auch die katholischen Kindergärten in Mühlacker und Illingen zur Disposition. „Die Frage ist nicht mehr: Können wir uns das leisten?“, sagt Schmidt. Die Frage sei vielmehr: Leisten wir es uns, das können zu wollen? Kirchengemeinderat Bernhard Reuter und Mitglied der Projektgruppe Immobilien konkretisiert: „Wir müssen uns überlegen, ob wir angesichts der Altersstruktur unserer Mitglieder einen Kindergarten unterhalten oder vielleicht den Fokus auf die Senioren legen.“
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