„Kampf um Einwohner hat begonnen“
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Mühlacker. Am Dienstag nahm Gottfried Kautter zum letzten Mal in offizieller Funktion an einer Gemeinderatssitzung teil und wurde von OB Frank Schneider mit Dankesworten verabschiedet. Am morgigen Freitag endet sein Dienst in Zimmer 305 des Rathauses. Erst mal inoffiziell, weil der Amtschef noch einige Wochen Urlaub abzubauen hat. Sein offiziell letzter Arbeitstag ist dann der 29. Juni – der Tag, an dem er passenderweise auch seinen 62. Geburtstag feiert. Dann geht er, aus gesundheitlichen Gründen, in Altersteilzeit.
Gemeinsame Geschichte: Als Leiter des wichtigen Amtes für das Grundstücks- und Gebäudemanagement hat Gottfried Kautter den Werdegang des Mühlehofs eng begleitet.
Wie nur wenige Amtschefs hat Gottfried Kautter an der Spitze eines Schlüsselressorts das Bild der Stadt mitgeprägt. Begonnen hat der gebürtige Mühlackerer seine Beamtenlaufbahn mit einer Ausbildung zum nichttechnischen gehobenen Verwaltungsdienst, nach der er in der Straßenbauverwaltung des Regierungspräsidiums Stuttgart tätig war, ehe er 1978 seine Karriere bei der Stadt Mühlacker startete. Nach einer Tätigkeit im Bauamt war er Leiter des Rechnungsprüfungsamts, bis er 1999 Leiter des Grundstücks- und Gebäudemanagements geworden ist. Diese Arbeit, meint er rückblickend, sei zwar die aufreibendste gewesen, gleichzeitig aber auch die zufriedenstellendste, „weil man etwas bewegen kann“. Untätiges Herumsitzen und unnötige bürokratische Auswüchse sind seine Sache nicht.„Eine meiner ersten Aufgaben wares, das Fest zum ersten Spatenstichzu organisieren“Über seine lange Zeit mit dem MühlehofZu den wichtigsten Bauprojekten, die in seine aktive Zeit fielen, gehören der Durchbruch der Reichmannstraße, der Bau der V7, die Ausweisung des Gewerbe- und Industriegebiets Waldäcker und der Bau sowie die Unterhaltung von Schulen und Kindergärten. Und nicht zu vergessen: der Mühlehof. „Eine meiner ersten Aufgaben war es, das Fest zum ersten Spatenstich zu organisieren“, erinnert er sich schmunzelnd. Und was soll jetzt mit dem architektonischen Problemkind passieren? Es müsse wohl auf einen Abriss rauslaufen, eine andere Chance sehe er nicht, sagt Kautter.
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