Kampagne kämpft für sauberen Biomüll
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Die achtlose Befüllung der braunen Tonne mit Plastik und anderem Abfall wird im Enzkreis zunehmend zu einem Problem
Weil in der Biotonne immer häufiger Müll landet, der nicht dort hineingehört, hat der Enzkreis ein Problem. Mit einer Aufklärungskampagne kämpft die Behörde gegen den negativen Trend.
Plastik darf da nicht rein: Reinhard Schmelzer (v.li.), Karl-Heinz Zeller, Carsten Fischer und Ewald Buck appellieren an die Bürger im Kreis, ihren Biomüll sachgemäß zu entsorgen. Die achtlose Befüllung der braunen Tonne könnte sich in finanzieller Hinsicht als Bumerang erweisen.
Enzkreis. Die braune Farbe unter den Mülltonnen signalisiert: Ich bin eine Biotonne – doch häufig landen in dem Behälter keineswegs nur Abfälle biologischen Ursprungs. Das ist bereits ein Problem für die Entsorgung des Bioabfalls im Enzkreis, das noch größer werden könnte, wenn die festgestellte Verschmutzung in den Biotonnen nicht eingedämmt werden kann. „Immer öfter verwenden Bürger Plastiktüten, um ihren Bioabfall darin zu verpacken“, berichtete Karl-Heinz-Zeller, Dezernent für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten vom Enzkreis. „Der Bioabfall kann damit so verunreinigt werden, dass die Vergärungsanlage in Böblingen unsere Bioabfälle, im Schnitt bis zu 4000 Tonnen pro Jahr, nicht mehr abnimmt und wir diese als wesentlich teureren Restmüll entsorgen müssen.“ Für eine Tonne Restmüll-Entsorgung müsse der Enzkreis rund 144 Euro bezahlen, für eine Tonne Bioabfall dagegen nur etwa 60 Euro.
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