Kabarettistin wettert gegen Mutlosigkeit

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Lisa Fitz im Kulturhaus Osterfeld

Pforzheim. „Mut ist, wenn man Todesangst hat und sich trotzdem in den Sattel schwingt“, wusste schon der alte Westernhaudegen John Wayne zu berichten. In Zeiten, in denen wahre Helden allenfalls in PC- und Online-Spielen entstehen, sieht alles freilich ganz anders aus: „Da gibt es die Agrophobie und die Klaustrophobie, die Xenophobie und die Germanophobie“, klärte die Kabarettistin Lisa Fitz auf, wobei sich mit der Liste der modernen Ängste und Neurosen ganze Wohnzimmertapeten füllen ließen. Schlichtweg „Mut“ lautete der Titel des aktuellen Programms, mit dem die fast 53-Jährige jetzt vor rund 250 Besuchern im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld auftrat.

Lisa Fitz in Aktion.

Lisa Fitz in Aktion. Foto: Wacker

Ein kleines Wort, das sich leichter schreibt, als es umzusetzen ist, wie Lisa Fitz befindet: „Eine Revolution in Deutschland scheitert schon deswegen, weil das Betreten des Rasens verboten ist. Wutbürger ja, Mutbürger nein.“ Nicht nur die im internationalen Sprachgebrauch als „German Angst“ titulierte deutsche Zurückhaltung, sondern auch die neue Form der politischen Korrektheit würde dabei so manchem im Genick sitzen.

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