Junge Wilde und ein Gegenentwurf

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Enzkreis-SPD geht einen anderen Weg als der SPD-Vorkämpfer Uwe Hück in Pforzheim. Genossen werfen Hück vor, seine Jungen Wilden zu instrumentalisieren. Nachwuchsakademie der Enzkreis-SPD soll junge Menschen hingegen nachhaltig einbinden

Enzkreis/Pforzheim. Mit seinen „Jungen Wilden“ mischt Vorkämpfer Uwe Hück die SPD in der Region auf. Bislang ist er vor allem durch Kampfansagen aufgefallen – erst in Richtung Katja Mast, der er die Kandidatur zum Bundestag streitig machen wollte, dann in Richtung Annkathrin Wulff, der er unter Umständen ihrem Weg zu einer Landtagskandidatur etwas entgegensetzen will, nämlich sich selbst als politisches Schwergewicht. Insider gehen davon aus, dass Uwe Hück womöglich bereits Ende der Woche Annkathrin Wulff den Fehdehandschuh hinwerfen könnte. Im Rücken hat er dabei mehrere Dutzend junge Menschen, die er in den vergangenen Monaten für die SPD geworben hat. Nicht nur die Enzkreis-SPD, sondern auch größere Teile des SPD-Ortsvereins Pforzheim verfolgen die Entwicklung allerdings kritisch. Sie werfen dem ehemaligen Porsche-Betriebsratschef vor, die Jungen Wilden zu instrumentalisieren und letzten Endes nur für sich zu kämpfen.

„Was wir aus Pforzheim hören, ist, dass Uwe Hück die neuen SPD-Mitglieder durchaus fördert, etwa durch seine Lernstiftung und verschiedene Sportangebote“, sagt Ralf Lauer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mühlacker. „Das macht er zum großen Teil nur für seine eigenen Interessen.“ Lauers Befürchtung: „Am Ende bleiben sie demotiviert auf der Strecke.“

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