Junge Täter leisten soziale Arbeitsstunden

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Straffällige Jugendliche sammeln Müll ein und können dabei über ihre Zukunft nachdenken

Tagelang kein Bock auf Schule, obendrein auch noch beim Schwarzfahren erwischt und erst recht keine Lust gehabt, das saftige Bußgeld zu blechen: Ein Delikt kam zum anderen im Leben der 16-jährigen Schülerin Alexandra (Name geändert). Und doch hat sie gestern sich und ihren Mitmenschen etwas Gutes getan und Müll aufgesammelt, den andere achtlos wegwerfen.

Junge Täter leisten soziale Arbeitsstunden

Mit 20 straffälligen Jugendlichen haben sich Polizeihauptkommissar Volker Weingardt (Mitte) vom Haus des Jugendrechts sowie Gerhard Heydegger (v. li.), Dieter Müller und Wolfgang Klittich von „Pforzheim mitgestalten“ des Geländes um die Abschiebehaftanstalt und der Oststadt angenommen. Foto: Zachmann

Pforzheim. Haufenweise Hundekot, Glasflaschen, Hausmüll, dreckige Windeln, Autoteile und Säcke voller Unrat haben Alexandra sowie weitere acht straffällige Mädchen und elf Jungen alleine rund um die Pforzheimer Abschiebehafteinrichtung gesammelt. Sie haben vom Gericht oder von der Staatsanwaltschaft nach Delikten, die von Ladendiebstahl über Drogenmissbrauch bis zu Körperverletzung reichen, gemeinnützige Arbeitsstunden als Auflage erhalten. Unter anderem machten sie sich auch an den meterhohen Hecken zwischen dem Gefängnis und den Bahngleisen zu schaffen. Hier haben in der Vergangenheit immer wieder Angehörige von Insassen der Abschiebehaftanstalt oder Schaulustige versucht, Kontakt zu den Gefängnisinsassen aufzunehmen.

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