Junge Männer müssen ins Gefängnis
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Im Zug brutal auf Opfer eingeprügelt: Richter verhängt Haftstrafen ohne Bewährung – Nach Prozess Polizeibeamte angerempelt
Mit Haftstrafen ohne Bewährung, mit Sprechchören und Rempeleien gegen Polizeibeamte ist der Prozess gegen drei junge Männer wegen gefährlicher Körperverletzung zu Ende gegangen.
Pforzheim/Mühlacker (weg). Wie berichtet, war am 10. März 2015 eine martialisch aussehende Gruppe von zehn bis 15 teils vermummten Gestalten durch den Regionalzug von Stuttgart nach Karlsruhe gestürmt. Gesucht wurden „Faschisten“, die zur allwöchentlichen Demo, der „Kargida“, nach Karlsruhe wollten. Gefunden wurden sie in zwei jungen Männern, die in Mühlacker zugestiegen waren und tatsächlich dahin wollten. Immer und immer wieder wurde mit Fahnenstangen oder ähnlichen Schlagwerkzeugen vor allem auf die Köpfe, aber auch auf Arme und Beine der beiden eingeprügelt. „Das sind Rechte“, wurde einer empörten älteren Zeugin erklärt, die „Aufhören!“ gerufen hatte und wissen wollte, was da los sei. Als genug geprügelt war und der ältere Geschädigte außer 24 Blutergüssen eine Platzwunde auf der Stirn hatte, sprühte einer der Angeklagten noch Pfefferspray auf die beiden Männer. Das Spray breitete sich rasch aus. Keuchende, hustende und panische Menschen mit Augenreizungen drängten aus dem Waggon nach unten, darunter auch eine Schulklasse. Eine Zeugin hatte an einen Terrorakt geglaubt.
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