Jugendhaus spürt den Corona-Blues
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Am 17. März gingen im Jugendhaus ProZwo die Lichter für die Gäste aus, im Juli öffnete es unter Hygieneauflagen wieder. Seither dürfen nur noch 20 Jugendliche kommen, ihre Daten werden erfasst, Desinfektionspausen eingeschoben. Einige bleiben nun lieber ganz weg.
Mühlacker. Veganer Brunch, Bluesfrühling, Kick&Talk, Kunstnacht, Bewerbertag, das Konzert „Atomic Kiss“ mit erwarteten 200 Gästen – die Liste der abgesagten Veranstaltungen im Mühlacker Jugendhaus ProZwo wird lang und länger, je genauer Gudrun Gallus ihren Tischkalender studiert. Gleichzeitig lässt sich die Enttäuschung der Leiterin des Jugendhauses und seiner Besucher über Events, die alle entfallen mussten, nachvollziehen: „Es ist zum Heulen, was alles abgesagt werden musste“, meint Gallus. Hart treffe es auch zwei Bands, die das Jugendhaus seit Frühjahr nicht mehr als Probenräume nutzen dürften.
Bufdi Tobias bedient mit Mundschutz und hinter einer Plexiglasscheibe, Travis im grauen Oberteil und Tupac sind trotz Corona-Einschränkungen am Samstagabend im Jugendhaus.
Von 17. März bis 8. Juli war das Jugendhaus Corona-bedingt ganz geschlossen. Nur ein mit der Stadt eng abgestimmtes Hygienekonzept erlaubte die Wiedereröffnung. Dafür stehen Regeln wie die Einlassbeschränkung auf 20 Personen, die Datenerfassung auf Formularen und Desinfektionspausen nach zwei Stunden Betrieb. Im Eingangsbereich hängen zahlreiche Schilder, die auf die Hygieneregeln hinweisen. Jeder Besucher erhält beim Einlass eines von 20 Kärtchen, das die Gäste beim Verlassen des Gebäudes wieder abgeben, um die Besucherzahl ständig im Auge zu haben. An der Theke trennt nun eine Plexiglasscheibe die Barhelfer von den Besuchern wie etwa Tobias, der umgangssprachlich Bufdi genannt wird, die Abkürzung für den Bundesfreiwilligendienst, den er im Jugendhaus leistet. Zudem wurde am Tischkicker eine Maskenpflicht eingeführt, die sonst innerhalb der Jugendhausräume nicht notwendig ist, da im Innern Abstandsregeln einzuhalten sind. „Beim Kickern gehen aber gerne die Emotionen hoch, manche rufen etwas“, weiß Gudrun Gallus – daher gilt hier die besondere Hygienemaßnahme.
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