Jubel über die Brummi-Bremse
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Das neue Fahrverbot für Lkw ab zwölf Tonnen wird begrüßt, allerdings fordern die betroffenen Kommunen effektive Kontrollen
Das von vielen Kommunen seit Jahren ersehnte ganztägige Fahrverbot für schwere Brummis auf Mautausweichstrecken wie der B10 oder B35 ist da. Jetzt drängen die von Verkehrslärm und Abgasen geplagten Städte und Gemeinden auf wirksame Kontrollen.
Ganztägiges Fahrverbot für schwere Lastwagen: In den nächsten Tagen sollen neue Verkehrsschilder an den betroffenen Streckenabschnitten aufgestellt werden.Foto: Nill
Enzkreis. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass wir einen Effekt spüren“, sagt der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, der mit seinen Amtskollegen aus Illingen, Bretten und Neulingen zu denjenigen Rathauschefs gehört, die nach der Einführung der Lkw-Maut wegen der enormen Belastung im Jahr 2007 einen Brandbrief ans Land verschickt hatten. „Wir sind hier zeitweise im Verkehr erstickt“, erinnert sich Hopp an die gravierenden Nebenwirkungen der Autobahnmaut. Bis jetzt leidet die Stadt unter der Blechlawine, die täglich über die Bundesstraße 35 rollt. Linderung verspricht nun das Fahrverbot für Brummis ab zwölf Tonnen, das in der Region auf Abschnitten der B10, B35 und B294 ab sofort gilt. „Erst am Montag bin ich auf der B35 unterwegs gewesen, es war wirklich ein grausames Fahren. Meistens war ich mit maximal 40 oder 50 km/h unterwegs. Das ist grotesk, denn eigentlich handelt es sich ja per Definition um eine Schnellstraße“, berichtet Hopp. Die neue Regelung bremst Schwerlaster auf den klassischen Mautausweichstrecken aus, die keine Ziele innerhalb des Autobahnquadranten zwischen der A5, A6, A8 und A81 haben (wir berichteten).
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