Jenseits der Trauer
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Gedanken zum Ewigkeitssonntag von Pfarrer Markus Epting, Ötisheim
Kerzen flammen über dem Taufstein und strahlen hell im düsteren und traurigen November. In den evangelischen Kirchen wird morgen der Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag, der letzte Sonntag im Kirchenjahr, begangen.
Markus Epting
Die Gemeinden laden die Angehörigen ein, die in diesem Jahr Abschied von einem geliebten Menschen nehmen mussten. Gemeinsam mit ihnen wollen sie sich an die Verstorbenen erinnern und ihre Trauer vor Gott bringen. Für jeden Verstorbenen, für jede Verstorbene wird eine Kerze angezündet. Mit der Nennung des Namens wird an die Taufe erinnert und angezeigt, dass der oder die Verstorbene bei Gott nicht vergessen wird. Im Gottesdienst wird für die trauernden Hinterbliebenen gebetet (wohlgemerkt aber nicht für die Toten). Auf dem Mühlacker Friedhof findet eine Gedenkfeier auch für ungeborene und nach der Geburt verstorbene Kinder statt. Morgen gehen viele auf die Friedhöfe, schmücken die Gräber derer, die gestorben sind, denken daran, was sie mit ihnen verloren haben. Als sogenannter „stiller Feiertag“ gilt am Totensonntag zum Beispiel das Tanzverbot. Die Kirchen werben dafür, aus Respekt vor den Toten auf Adventsmusik und Weihnachtsmärkte an diesem Tag noch zu verzichten.
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