Jaqueline Schellin bei WM früh draußen
Archiv
Istanbul. „Ein wenig Losglück und die passende Tagesform“, darauf hatte Jaqueline Schellin gehofft. Doch Fortuna war bei der Auslosung nicht im Bunde mit der 21-jährigen Sportsoldatin, die die Startnummer sechs zog und damit ein Freilos in der ersten Runde hatte. Doch beim Blick auf das Tableau war klar: Würde Jaqueline Schellin in Runde zwei ihre völlig unbekannte Auftaktgegnerin Enkhjargal Tsogtbazar aus der Mongolei besiegen, dann träfe sie als nächstes entweder auf die Olympiasiegerin von 2008, Carol Huynh aus Kanada, oder auf die Europameisterin von 2006, Vanessa Boubryemm aus Frankreich.Pflichtaufgabe gegen unbekannte Gegnerin aus der Mongolei löst Schellin per SchultersiegDie Pflichtaufgabe gegen die Mongolin löste Schellin trotz einiger Startschwierigkeiten. Denn die erste Kampfrunde ging mit 1:0 an Tsogtbazar, und in Runde zwei trennten sich die beiden Ringerinnen mit 1:1 Punkten. Die Runde wurde zu Schellins Gunsten gewertet, weil sie den letzten Punkt gemacht hatte. In der dritten Runde gelang der Deutschen dann ein Schultersieg gegen die 30 Jahre alte Mongolin. Im Parallelkampf setzte sich deweil die Kanadierin Huynh gegen ihre französische Widersacherin durch.
Die Olympiasiegerin Carol Huynh aus Kanada ist für Jaqueline Schellin (li.) noch eine Nummer zu groß. Foto: Richter
Im Achtelfinal-Kampf mit der Olympiasiegerin von Peking schlug sich Jaqueline Schellin zunächst wacker. Mit 0:1 Punkten ging die erste Runde nur knapp Carol Huynh, die vietnamesische und chinesische Vorfahren hat. Die zweite Runde jedoch entschied die Kanadierin deutlich mit 5:0 Punkten für sich. Der Kampf war entschieden, Schellin musste nun warten und hoffen, dass sich Huynh bis in den Endkampf durchringen würde. Dann hätte die Mühlackerin im Hoffnungslauf antreten dürfen, an dessen Ende wenigstens die Bronzemedaille gewinkt hätte. Doch Huynh unterlag gleich anschließend im Viertelfinale der Japanerin Hitomi Obara Sakamoto, wodurch das Ausscheiden Schellins besiegelt war. Die 21-Jährige verpasste damit auch einen Platz unter den besten fünf, der bereits die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 bedeutet hätte. Doch diese Chance bietet sich bei den kommenden internationalen Turnieren weiterhin.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen