Jagen heißt nicht nur schießen
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Schützinger Nachwuchshandwerker bauen Hochsitz aus Holz
Illingen-Schützingen. Handwerkliches Geschick und Kraft waren nötig beim Hochsitzbau an der Pflanzschule in Schützingen. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Illingen durften am Dienstag elf Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren mit anpacken. „Sinn und Zweck der Veranstaltung ist es, den Kindern zu zeigen, dass die Jagd nicht nur aus dem Schießen, sondern auch aus Handwerk besteht“, erläuterte Forstrevierleiter Rolf Esslinger. Bei der geplanten Form handelte es sich um einen sogenannten Drückjagdsitz, ein rundum offener Hochsitz ohne Dach, der das freie Schwingen des Jagdgewehrs ermöglicht. Zwei Vierer- und eine Dreiergruppe machten sich unter der Leitung von Dieter Trampus, Revierleiter im Ruhestand, Simon Mades, Waldpädagoge vom Forstamt Enzkreis, sowie Forststudent Maximilian Rapp ans Werk.
Erfolgreiche Handwerker freuen sich über ihr Werk. Foto: Czop
Zuerst wurden mit Hilfe speziell angefertigter Schablonen die Seitenwände des Hochsitzes von den Kindern mit Hilfe eines Akkuschraubers zusammengeschraubt und von den Gruppenleitern per Motorsäge zurechtgesägt. Schon hier war präzises Arbeiten gefragt, um später einen möglichst geraden und standsicheren Hochsitz zu erhalten. Als nächster Schritt folgte das Verbinden der beiden Seitenteile und, mit stärkeren Schrauben, das Anbringen der Steigtreppe. Hier wurde das von handelsüblichen Leitern bekannte Sprossenmaß von 27 Zentimeter auf 32 Zentimeter erweitert, umso Holz und damit auch Gewicht zu sparen. „Wer da nicht hoch kommt, muss auch nicht mehr auf die Jagd gehen“, meinte Rolf Esslinger augenzwinkernd.
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