Interpretationen, die berühren
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Liederabend in der Winterkirche.
Maulbronn. Der Countertenor Nils Wanderer und Pianist Daniel Heide aus Weimar gaben einen faszinierenden Liederabend in der Winterkirche. Das Publikum durfte sich an Arien von Georg Friedrich Händel und Henry Purcell, Liedern von Franz Schubert und von Richard Strauss erfreuen. Diese durch die Jahrhunderte wechselnden Stilelemente verlangten von den Interpreten völlige Hingabe, wollten sie den Intentionen der Komponisten gerecht werden. Und wie sich zeigte, waren Sänger und Pianist allen Herausforderungen gewachsen.
Nils Wanderer (re.) und Daniel Heide. Foto: fi
Schon die ersten voluminösen Klänge des barocken Auftakts mit der Arie „Va tacito e nascosto“ des Cesare aus Händels Oper „Giulio Cesare“ ließen ahnen, dass mit Daniel Heide nicht nur ein Begleiter am Flügel saß, sondern ein aktiver Mitgestalter. Mit seinem feinsinnigen Spiel gelang es ihm, allen ohnehin bewegenden und überzeugenden vokalen Darbietungen noch eine Steigerung, Vertiefung und nachhaltige Wirkung zu vermitteln. Gesangssolist Nils Wanderer verstand schon zu Beginn in vier Händel-Arien mit seiner wunderbaren Stimme klangliche Welten zu erschaffen, die berauschen, aber auch erschauern ließen, wie zum Beispiel die wohl berühmteste Arie „Ombra mai fu“, die der Sänger verinnerlicht hat, so wie er alle seine Empfindungen, Gefühle in voller Klangschönheit zum Ausdruck brachte. Jeder einzelnen Phrase verlieh er mit stimmlicher Präsenz eine besondere Bedeutung, die sich ebenso in Mimik und Gestik widerspiegelte.
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