Interne Ermittlungen mit fingierter Bestellliste

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Prozess gegen einen (früheren) Justizvollzugsbeamten geht in die nächste Runde. Ehemaliger Gefangener lobt seine humane Art.

Heimsheim/Pforzheim (weg). Der Prozess gegen einen Justizvollzugsbeamten, der wegen Bestechlichkeit angeklagt ist, ist noch nicht zu Ende. Wie berichtet, hatte der Bedienstete der JVA Heimsheim unerlaubt Lebensmittel für Gefangene mitgebracht. Tomaten, Käse, Schinken, Kräuterbutter – was eben in Gefängnissen nicht ohne weiteres auf dem täglichen Speiseplan steht. Niemals aber, wie er betonte, Drogen, Alkohol oder ein Handy. Für seine Dienstleistungen hatte er Tabak bekommen, den der Nichtraucher an Gefangene verteilte, die gar nichts hatten.

Ein Menschenfreund also, wie ihn ein ehemaliger Gefangener vor der Berufungskammer unter Vorsitz von Richterin Diana Schick beschrieb. Er sei freundlich zu den Insassen gewesen und „hatte auch mal einen Spruch drauf“, wie der Zeuge sagte. „Sie haben sich erpressbar gemacht“, erläuterte Richterin Diana Schick den Tatvorwurf, der in den Augen des Beamten wohl eine eher „lässliche Sünde“ dargestellt hatte.

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