In guten wie in schlechten Zeiten
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Die Hochzeitsbranche in der Krise: Während geplante Feste reihenweise abgesagt werden, sind auch Dienstleister wie Friseure und Catering-Anbieter wirtschaftlich stark getroffen. Trotz der Lockerungen bei Veranstaltungen herrscht weiterhin Unsicherheit.
Enzkreis. Für viele Hochzeitsdienstleister, darunter Friseure, Brautmodengeschäfte, Catering-Dienste, Schmuckhändler und Eventlocations, steht das Geschäft derzeit nahezu still. Vorletzte Woche hat aus diesem Grund eine Demonstration in Stuttgart unter dem Motto „Stand up for Love“ stattgefunden. Die Teilnehmer, heißt es in einer Mitteilung, hätten klare Richtlinien und Vorgaben sowie mehr finanzielle Unterstützung für die angeschlagene Branche durch die Regierung gefordert.
In Stuttgart versammelten sich zahlreiche Hochzeitsdienstleister, um auf die aktuelle Situation in der Branche aufmerksam zu machen. Foto: Reske
„Für uns alle ist das im Moment eine große Herausforderung“, berichtet Christoph Jurende, Inhaber des gleichnamigen Catering-Service aus Mühlacker, vom Stimmungsbild der Demonstration, an der auch er selbst teilgenommen hat. Die Corona-bedingten Ausfälle aus der Belieferung von Großveranstaltungen träfen den Servicedienstleister in diesem Jahr hart. Mit insgesamt 50 Prozent Umsatzeinbußen muss der Caterer und Metzger, der etwa drei Viertel seiner Umsätze aus dem Catering-Geschäft bezieht, schätzungsweise rechnen. Lediglich drei Hochzeiten, so die magere Bilanz, werde sein Catering-Service im Laufe des Jahres voraussichtlich noch bewirten. Normal seien bei ihm an die 60 bis 80 Hochzeiten im Jahr, davon alleine 40 bis 50 in den diesmal Corona-belasteten Monaten von Mai bis Juli.
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