In der Region verwurzelt
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Bürgerstiftung Mühlacker pflanzt im Rahmen des Projekts „Arboretum“ selten gewordene Obstbäume am Gelände oberhalb der Burg
Mit der Pflanzung von elf Obstbäumen hat Teil zwei des Projekts „Arboretum“ der Bürgerstiftung Mühlacker begonnen: Auf dem Gelände oberhalb der Burgruine Löffelstelz wurden alte Sorten mit Lokalbezug gepflanzt, die als kulturhistorisches Relikt der Nachwelt erhalten bleiben sollen.
Frank Händle zeigt, wo die Hinweistafeln angebracht werden sollen. Foto: Friedrich
Mühlacker. Die Pflanzung der Obstbäume war „das Sahnehäubchen der diesjährigen Aktion“, erklärte Frank Händle, Stiftungsrat bei der Bürgerstiftung und zugleich Initiator des Arboretums. Der Serremer Piemonteser-Apfel, den er im Beisein von Petra Herrling – sie ist bei der Stadt Mühlacker für die öffentlichen Grünflächen zuständig –, Manfred Rapp, Christopher Ziegler und Bernhard Reisch vom Landwirtschaftsamt des Enzkreises gepflanzt hat, ist einer dieser seltenen Bäume mit regionaler Verwurzelung. Im Handel ist dessen Frucht nirgends erhältlich; darüber hinaus gehört er auch zu den Obstsorten, die „zum Teil nur auf einer Gemarkung zu finden und eine Gemarkung weiter schon wieder völlig unbekannt sind“, erklärte Reisch, der Händle und seine Helfer dabei unterstützt hat, die alten Obstbäume zu bekommen. Selbst in Baumschulen finde man diese nämlich nicht, so Reisch, dafür aber im Obstsortenmuseum in Kieselbronn. „Dort erhalten wir die alten Sorten und geben sie zum Vermehren weiter“ – beispielsweise an die Bürgerstiftung Mühlacker, die elf solcher Bäume auf den Grünflächen oberhalb der Löffelstelz eine neue Heimat gab.
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