„In Altenheimen tobt der Weltkrieg“

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Tübinger Gerontologin spricht über die traumatischen Erlebnisse von Kriegskindern – „Gespenster“ wirken bis heute nach

An diesem Freitag war es genau 73 Jahre her, dass Pforzheim durch die Bombardierung zerstört wurde. Nicht aus Zufall war der Termin eines Vortrags am Abend zuvor gewählt, bei dem es um die Erlebnisse von Kriegskindern ging.

„In Altenheimen tobt der Weltkrieg“

Die Referentin Ulla Reyle aus Tübingen spricht im Katholischen Gemeindezentrum in Mühlacker über die Erlebnisse von Kriegskindern und die Auswirkungen auf ihr späteres Leben. Foto: Huber

Mühlacker. Der Pforzheimer Robert Szabo ist 87 Jahre alt. Während des Zweiten Weltkriegs von 1939 bis 1945 war er ein Kind, die schlimmen Erlebnisse von Tod und Zerstörung hat er erlebt. Doch trotz der langen Zeit, die vergangen ist, hat er sie nicht abgeschüttelt. „Nach dem Krieg sind die schrecklichen Erinnerungen zunächst einfach verschwunden“, berichtete er beim Vortragsabend mit dem Titel „Maikäfer flieg, dein Vater ist im Krieg – Die Generation der Kriegskinder“ im Katholischen Gemeindezentrum am Donnerstag. „Man hatte damals keine Zeit, sich damit zu beschäftigen, denn es musste weitergehen, man musste sich eine Existenz aufbauen.“ Erst mit dem Eintritt ins Rentenalter, „als die Seele zur Ruhe kam“, seien die Erlebnisse im Kopf zurückgekehrt. „Und plötzlich quälen einen Dinge, die man jahrzehntelang verdrängt hat.“

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