Imposantes Insekt kämpft ums Überleben
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Hirschkäfer ist noch immer akut bedroht – Förster in der Region nehmen Rücksicht auf Bedürfnisse
Enzkreis. Lange Zeit sah es nicht nur rund um Mühlacker, sondern in ganz Deutschland schlecht aus für eine der größten europäischen Käferarten, den imposanten Hirschkäfer. Als „stark gefährdet“ wird das Insekt des Jahres 2012 noch immer in der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten geführt.
Kraftprobe: Nur im Notfall dient das imposante Geweih einem Schlagabtausch. Foto: Lechner
In den vergangenen Jahren hat sich seine Situation auch dank der Unterstützung durch die Forstwirtschaft zumindest in der Region wieder etwas gebessert. Vor allem in den Staatswäldern rund um das Stromberggebiet lassen viele Förster seit einigen Jahren alte Eichenstämme als Kinderstuben für Hirschkäferlarven gezielt im Wald stehen. Gelegentlich entwickeln sich Hirschkäferlarven zwar auch in alten Obst- oder anderen Laubbäumen, am liebsten aber sind ihnen abgestorbene oder sterbende alte Eichen, deren Holz bereits von Pilzen befallen wurde. Drei bis fünf, manchmal sogar bis zu acht Jahren, fressen sich die Larven durch solche Stämme, bis sie sich dann endgültig zu ausgewachsenen Käfern entwickeln. Diese leben dann gerade mal drei bis acht Wochen. In dieser kurzen Zeit muss bei Herr und Frau Hirschkäfer alles über die Bühne gehen, was dem Arterhalt dient.
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