Immer mehr Kinder brauchen Hilfe
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Fachstelle Inklusion schafft neue Perspektiven für Schüler mit Einschränkungen
Enzkreis (pm). Mert ist ein Schüler, der aneckt. Der zwölfjährige Förderschüler kann sich nur schwer konzentrieren, ist für jede Ablenkung offen und verweigert häufig die Mitarbeit im Unterricht. Zwar sehnt er sich im Grunde seines Herzens nach Anerkennung und Aufmerksamkeit durch Lehrer und Mitschüler, versucht dies jedoch meist durch auffälliges und aggressives Sozialverhalten zu erreichen. Situationen kann er nur schwer einschätzen, und er reagiert in seiner Unsicherheit dann häufig ungehalten. „Mert hat mit seinen zwölf Jahren bereits eine schwierige schulische Laufbahn inklusive Schulausschluss hinter sich“, erläutert Bettina Schmidt. Die Sozialpädagogin mit langjähriger Erfahrung in der Behindertenhilfe ist als Fachberaterin für Inklusion beim Verein Miteinanderleben tätig. In dieser Funktion ist sie zum einen direkte Ansprechpartnerin für Schulen, wenn es um die praktische Umsetzung der mittlerweile gesetzlich verankerten Inklusion von Kindern mit Einschränkungen geht. Gleichzeitig steht Bettina Schmidt den rund 30 Schulbegleitern, die für Miteinanderleben an verschiedenen Schulen in der Region tätig sind, als fachliche Beraterin zur Verfügung.
Sozialpädagogin Bettina Schmidt (li.) steht als Fachberaterin sowohl Schulen, Lehrern als auch Eltern bei allen Fragen zur praktischen Umsetzung der Inklusion zur Seite. Foto: privat
In der Schulbegleitung werden Kinder wie Mert behutsam an den Schulbetrieb mit seinen Regeln und Anforderungen herangeführt. Häufig übernehmen die Begleiter zudem eine Vermittlerfunktion zwischen Mitschülern, Lehrern und dem Kind mit Förderbedarf.
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