Imker macht großzügiges Angebot
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Gutachten soll klären: Sind private Gärten oder Ackerflächen besser für die Artenvielfalt?
Wiernsheim. Der Bürgerentscheid in Wiernsheim am Sonntag, bei dem es darum geht, ob eine 2,4 Hektar große Fläche am Ortsrand bebaut oder Ackerland bleiben soll, hat auch in der Ratssitzung am Mittwoch seine Schatten vorausgeworfen. Auslöser war ein kritisches Schreiben und ein großzügiges Angebot des Hobbyimkers Stefan Mondon. „Ich sitze gerade zwischen meinen drei Bienenvölkern in Serres an der Waldenserstraße und frage mich, was wohl das Beste für meine Bienen wäre, wären sie an der Mühlackerstraße, am strittigen Baugebiet angesiedelt“, schreibt er an die Gemeinderäte aller Fraktionen. Um dies herauszufinden, biete er der Gemeinde – und das sei kein Witz – die einmalige Gelegenheit an, ein Gutachten auf seine Kosten zu beauftrage, welches die Artenvielfalt an Insekten, Kleingetier sowie Blumen und Pflanzen im Neubaugebiet, beispielsweise Lochmannskreuz oder Kohlplatte, und dem noch bewirtschafteten Acker an der Mühlackerstraße gegenüberstellt. Mondons Vermutung: In einem Garten, wie er ihn hat, herrsche mehr Vielfalt als auf einem bewirtschafteten Acker.
Diese Vermutung scheint auch Bürgermeister Karlheinz Oehler zu hegen. Er war sofort Feuer und Flamme für den Vorstoß von Mondon. „Das machen wir“, so Oehler. „Nur mit einem Unterschied: Die Rechnung übernimmt nicht Herr Mondon. Die Gemeinde gibt das Gutachten in Auftrag.“
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