Im zauberhaften Sog der Vergangenheit
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Faust, der berühmteste Sohn Knittlingens, wird kulinarisch und theatralisch rezipiert
Knittlingen. Wie so viele Künstler, Literaten und Denker erlebte auch Faust erst posthum seine Blütezeit. Geächtet, unterschätzt und verlacht, fristete der historische Johann Georg Faust ein Dasein als Außenseiter, als geheimnisumwitterter Magier der Renaissance.
Den Pakt mit Mephisto schließt der mythologische Faust mit seinem eigenen Blut. Als Faust ist Björn Sassadeck zu erleben, als Mephisto Axel Schmidt-Basler und als Kasper Jochen Dorwarth. Foto: Nagel
Eben diese Magie wurde am Samstagabend wiederbelebt. Im Knittlinger Faust-Museum war es kaum einem Besucher möglich, sich dem zauberhaften Sog der Vergangenheit zu entziehen. Unter dem Einfluss des eine oder anderen Tropfens der Weingärtnergenossenschaft Freudenstein-Hohenklingen intensivierte sich dieser sinnliche Eindruck zusehends. So wirkte Dr. Denise Roth, Leiterin des Museums und Faust-Archivs, wie eine Geschichtenerzählerin aus vergangenen Zeiten. Ihre ergreifenden Schilderungen machten aus ihr eine Zeitzeugin in modernem Gewand. „Sie haben ja noch nichts gegessen“, stellte Roth rhetorisch fest, um dann in farbenprächtiger Detailtiefe Fausts brutalen Tod auszumalen.
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