Im Rettungswagen das Licht der Welt erblickt
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DRK-Rettungsdienstchef spricht von „sehr seltenem Phänomen“
Pforzheim (pm). Die meisten Menschen erblicken das Licht der Welt in einem Krankenhaus, doch es gibt auch Babys, die an außergewöhnlichen Orten ins Leben starten. Ein Beispiel ist Johanna-Emma Höfle. Sie ist am 5. Juli 2013 in Pforzheim zur Welt gekommen. Allerdings nicht in einem Kreißsaal, sondern „irgendwo in der Pampa“, wie ihre Mutter Roswitha Höfle schmunzelnd erzählt, und zwar: in einem DRK-Rettungswagen.
Das Mädchen ist Roswitha Höfles fünftes Kind, und die Kleine habe es eilig gehabt, so das Rote Kreuz in einer Pressemitteilung. Ihre Eltern wollten aufgrund der Wehen von Bretten-Rinklingen ins Siloah fahren, doch als unterwegs die Fruchtblase geplatzt war, hatte sich das Paar doch entschieden, einen Rettungswagen zu rufen. An einer Tankstelle kurz vor der Autobahnauffahrt Pforzheim-Nord holten DRK-Rettungssanitäter Christian Seitz und Rettungsassistent Thomas Göttenauer die 33-Jährige ab und steuerten das Krankenhaus an. „Wenige Minuten später bahnte sich schon das Köpfchen des Babys an“, so das DRK in seinem Rückblick. Die Frau bekam Presswehen, und obwohl sie schon vier Geburten hinter sich hatte, machte sich etwas Angst breit. Auch die DRK-Einsatzkräfte wurden nervös, hielten an und verständigten den Notarzt. Göttenauer holte die 45 Zentimeter große und 2280 Gramm schwere Johanna-Emma dann um 10.44 Uhr auf die Welt. „Es war kurz nach der Autobahnabfahrt West auf dem Seitenstreifen“, klärte er die Mutter im Januar bei einem Treffen im DRK-Kreisverband auf. Nachdem der Notarzt Johanna-Emma abgenabelt hatte, fuhren alle zusammen ins Siloah, wo sie dem überraschten Vater seinen Nachwuchs präsentierten.
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