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In Knittlingen könnte ein Forschungsprojekt zur Eichennaturverjüngung etabliert werden
Mit Enthusiasmus warb am Dienstag Professor Dr. Dr. Ulrich Kohnle von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg für sein Anliegen: Er möchte auf einer Teilfläche des Knittlinger Waldes einen Freilandversuch zur Eichennaturverjüngung starten.
Knittlingen. Knittlingen würde, stimmte der Gemeinderat den Plänen zu, neben Boxberg und Tübingen einer von drei Standorten eines auf rund zwei Jahrzehnte angelegten Forschungsprojekts. Im Kern geht es den Wissenschaftlern darum, zu ergründen, welche Lichtverhältnisse die richtigen sind, um eine Eichennaturverjüngung zu etablieren und mit vertretbarem Aufwand aufzuziehen. Ulrich Kohnle ging in seinem Vortrag aber nicht nur auf die zukünftig erhofften Erkenntnisse ein, sondern schlug den Bogen zurück in die Geschichte. Klar wurde: Der Wald als unberührter Naturraum – diese romantische Vorstellung deckt sich nicht mit der Wirklichkeit. Schon im Mittelalter habe der Mensch massiv eingegriffen und die Eiche gefördert. „In einem Naturwald wäre bei uns der dominierende Baum die Buche“, sagte Kohnle. Diese hole den Vorsprung im Höhenwachstum, den die Eiche in ihren ersten beiden Lebensjahrzehnten besitze, nicht nur auf, sondern überrage sie hundertjährig um etwa zehn Meter.
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