Illinger haben bis jetzt (k)eine Wahl
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Gegenkandidat zum amtierenden Bürgermeister Harald Eiberger ist Vertreter der Nein-Idee – Bewerbungsfrist läuft bis zum 10. Juni
Mit Andreas Fischer hat Illingens Bürgermeister Harald Eiberger jetzt doch noch einen Herausforderer bekommen. Der Berliner ist Vertreter der Nein-Idee und hat keine Ambitionen auf den Chefsessel im Rathaus. Viele Gemeinderäte wünschen sich hingegen eine echte Wahl mit mehreren Kandidaten.
Am 24. Juli 2005 gratuliert Winfried Scheuermann Harald Eiberger zur gewonnenen Bürgermeisterwahl in Illingen – und diese Szene könnte sich acht Jahre später, am 7. Juli 2013, wiederholen. Der amtierende Bürgermeister tritt wieder an, ein echter Gegenkandidat ist nicht in Sicht. Archivfoto: Stahlfeld
Illingen. Ihnen widerspricht der 36-jährige Nein-Kandidat Fischer, der betont: „Ich bin kein Spaßkandidat.“ Er stehe den Illingern als „Wahlalternative“ zur Verfügung, indem er ihnen eine Nein-Option auf dem Wahlzettel biete. „Eine Wahl ist nur dann eine echte Wahl, wenn es auch die Möglichkeit gibt, ,Nein‘ zu allen Kandidaten zu sagen“, findet Fischer und macht im gleichen Atemzug klar: „Im Falle einer erfolgreichen Wahl lehne ich die Ausübung des Amtes als Bürgermeister ab, da es mir ausdrücklich um die Nein-Option geht.“ Fazit: Die Illinger können zwar Nein sagen, haben aber trotzdem keine echte Wahl, weil dazu auch ein Herausforderer gehört, der wirklich Ja zum Amt sagt. Und Fischer kennt nur eine Richtung: Nein.
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