„Ich war in einem Schockzustand“
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Feuerwerkskörper in Hand explodiert: Opfer eines Silvester-Unfalls in Mühlacker berichtet von seinem schrecklichen Erlebnis
Ein fast abgerissener Daumen und weitere verletzte Finger: Für Igor Kulikov endete Silvester in Mühlacker auf denkbar schmerzhafte Weise. Grund war ein Feuerwerkskörper, der explodierte, als er ihn noch in der Hand hielt. Die Schuld an dem Unfall sieht er indes nicht bei sich, sondern bei dem brisanten Objekt.
Inzwischen geht es ihm wieder besser: Igor Kulikov zeigt die Spezialschiene, die er nach seiner Handverletzung durch einen explodierenden Feuerwerkskörper tragen muss. Foto: Sadler
Mühlacker. Eine Silvester-Party in kleinem Kreis sollte es werden. Zusammen mit zwei Kumpels wollte Igor Kulikov, der zusammen mit seinen Eltern und einem Bruder in Mühlacker wohnt, auf einem Grundstück am Senderhang das neue Jahr begrüßen. Da der Russlanddeutsche zeitgleich mit Russland Silvester feiern wollte und die Uhren in Moskau jenen in Deutschland zwei Stunden voraus sind, sollte es bei dem Trio schon um 22 Uhr hiesiger Winterzeit losgehen – mit Raketen, Knallfröschen und „Fontänen“, wie der 25-Jährige – von offiziellen Stellen war zunächst unzutreffenderweise von einem 15-Jährigen die Rede – im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt. Dass Feuerwerkskörper ihre Tücken haben, habe sich schon gezeigt, als eine Rakete, die einer seiner Freunde in den Abendhimmel schicken wollte, unmittelbar nach dem Start explodiert sei. „Das war schon verdächtig, aber wir haben uns nichts weiter dabei gedacht.“ Also machte sich Igor ans Werk und brachte eine „Fontäne“ in Stellung. Weil der Wind die Flamme seines Feuerzeugs immer wieder ausblies, habe er den Feuerwerkskörper zum Schutz vor den Böen in die Hand genommen und ihn ein Stück weit von sich weggehalten.
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