„Ich dachte, ich muss sterben“

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Pforzheim (weg). „Ich habe nichts mehr gesehen, das Treppenhaus war voller Rauch. Ich habe die Haustür nicht gefunden, obwohl ich eine Taschenlampe dabeihatte. Ich habe mich in den Keller verirrt. Ich dachte, ich muss sterben. Ich habe geweint.“ In dramatischen Bildern schilderte ein gestandener Handwerker (57) und Bewohner des Hauses Gymnasiumstraße 143 seine Erlebnisse die Nacht zum 4. Oktober 2012. Wie berichtet, muss sich seit 14. Januar ein inzwischen 26 Jahre alter Mann vor dem Schöffengericht verantworten, der in jener Nacht eine wahre Feuerschneise von seinem Arbeitsplatz in der Goethestraße bis zur Gymnasiumstraße gezogen haben soll (wir berichteten).

Am zweiten Verhandlungstag berichteten die Opfer der Zündeleien von ihrem Schrecken. Außer dem Handwerker aus dem Dachgeschoss hatte sich auch ein Mädchen in den Keller verirrt, das von der Mutter gerettet wurde. Beißender Rauch zog durch das Haus, die Bewohner mit insgesamt acht Kindern flüchteten mit nassen Tüchern vor dem Gesicht ins Freie. Besonders gefährdet waren die Bewohner der oberen Stockwerke, die von schreienden Mitbewohnern geweckt wurden. Ein Mann aus dem Erdgeschoss hatte sich trotz der Gefahr nach oben gewagt, um die Familien dort zu warnen. Einige Bewohner mussten im Krankenhaus behandelt werden.

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