IQ-Test: Bescheidenheit ist Trumpf

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Intelligenztest des Vereins Mensa stößt in Vaihingen auf verhaltenes Interesse – Zeitdruck macht Teilnehmer am meisten zu schaffen

Gehören Sie zu den zwei Prozent der intelligentesten Menschen in Deutschland? Das wissen Sie nicht. An Ostern hätten Sie in Vaihingen die Antwort auf diese Frage erhalten können.

Testteilnehmer beim Ausfüllen der Fragebogen.

Testteilnehmer beim Ausfüllen der Fragebogen.

Vaihingen/Enz. Der Verein Mensa in Deutschland veranstaltete in den Räumen der Fahrschule Müller einen Intelligenztest. In Vaihingen beugten sich sechs Prüflinge über die Aufgaben. Wer am Ende einen Intelligenzquotienten von 130 oder höher aufweist, erfüllt die Kriterien für eine Aufnahme in den Verein Mensa. Neun Testkandidaten hatten sich angemeldet. Einer hatte zwei Tage vorher abgesagt, zwei hatten wohl kurzfristig kalte Füße bekommen. Von den Teilnehmern, die erschienen waren, wollte keiner mit seiner Intelligenz hausieren gehen. Die meisten wollten nicht fotografiert werden oder sich zu ihren Eindrücken hinsichtlich der Testaufgaben äußern. Und wer etwas sagte, wollte anonym bleiben. Für Testleiter Hans-Peter Lechermann ist das nichts Besonderes, auch wenn nicht allzu oft Presse bei einem Intelligenztest dabei ist. Lechermann ist Testleiter für den Raum Stuttgart, und da er in Vaihingen wohnt, hat er sich gedacht, dass er auch da einmal einen Test durchführen könnte. „Ich denke, dass es im Oktober eine Wiederholung geben wird.“ Gerne gesehen seien natürlich auch Teilnehmer aus dem näheren oder weiteren Umland. Einer der aktuellen Teilnehmer kam beispielsweise aus dem Raum Heidelberg. Der junge Mann war sich noch nicht einmal sicher, ob er Mitglied bei Mensa werden will, wenn er die Kriterien erfüllt. „Ich würde auf jeden Fall zuerst einmal zu einem Stammtisch gehen und mir das Ganze anschauen.“ Falls sich herausstellen würde, dass er einen IQ von unter 130 hätte, würde er den Test definitiv nicht wiederholen, auch wenn diejenigen, die zwischen 125 und 129 liegen, einen Gutschein bekommen, um noch einmal teilzunehmen. „Das ist ja kein Zeugnis, das man irgendwie braucht“, so die Begründung des Physik- und Philosophiestudenten. Den Test fand er im Übrigen nicht allzu schwer, nur etwas uneinheitlich. Stellenweise habe ihm auch ein wenig die Zeit gefehlt. In diesem Punkt stimmte er mit einer 28-jährigen Mechatronik-Studentin überein. Lechermann betonte, dass man sowieso nicht alle Fragen beantworten und richtig haben müsse, um auf einen IQ von 130 zu kommen. Mit dem durchgeführten Test könne man maximal einen IQ von 145 feststellen.

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