IG Metall befürchtet „Ausbluten“ der Stadt

Archiv

Pforzheim (pm). Ein möglicher Umzug der Firma C. Hafner von Pforzheim nach Wimsheim weckt bei der Gewerkschaft IG Metall Besorgnis. „Wir fordern den Pforzheimer Oberbürgermeister und die Unternehmensleitung mit Nachdruck auf, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Es muss alles Notwendige getan werden, um qualifizierte Arbeitsplätze in Pforzheim zu erhalten“, sagte Martin Kunzmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall Pforzheim. Die Umzugspläne Hafners seien ein schlechtes Signal für die Stadt. Ein solches Traditionsunternehmen müsse bleiben, um die Arbeitsplätze in der Stadt zu erhalten, die Stadt wirtschaftlich zu stärken und ein Zeichen für andere Unternehmen zu setzen, so Kunzmann.

Aus Sicht der Gewerkschaft hätte der Weggang von C. Hafner weitreichende Konsequenzen. Die Abwanderung alteingesessener Firmen führe zu einem „Ausbluten der Stadt“. Die Konzentration auf reine Dienstleistungsbetriebe könne nicht die Zukunft sein. Im produzierenden Bereich würden eine höhere Wertschöpfung und deutlich höhere Einkommen erzielt. „Das braucht Pforzheim mehr denn je“, so der IG-Metall-Chef. Deshalb sei es notwendig, dass erneut über Möglichkeiten einer Standortsicherung verhandelt werde. Der Gesprächsfaden zwischen der Rathaus- und der Unternehmensleitung, der laut Medienberichten gestört sei, müsse wieder neu geknüpft werden.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen