Holzfäller trotzen der Kälte: Pappeln müssen für eine neue Enz weichen

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Mühlacker. „Aaaaachtung!“, hallt der Warnruf von Armin Schmid unüberhörbar über die Dürrmenzer Enzseite, Sekunden später kracht der tonnenschwere Koloss mit Getöse hinab aufs Enzvorland. Im nächsten Moment kommt an gleicher Stelle seelenruhig eine ältere Fußgängerin mit Rollator des Wegs, die das Warnschild „Lebensgefahr! Holzfällarbeiten“ ebenso ignoriert hat wie das rot-weiße Flatterband, das den Durchgang versperrt.

Im Zeitraffer – Arbeitsschritt eins: Thomas Nägele hängt hoch oben das Drahtseil für die Winde ein.

Im Zeitraffer – Arbeitsschritt eins: Thomas Nägele hängt hoch oben das Drahtseil für die Winde ein.

Dabei wird am Rande des Dammwegs trotz Eiseskälte Schwerstarbeit verrichtet, die nach Bekunden der Profis zwar reine Routine, aus Sicht des unbedarften Beobachters aber durchaus spektakulärer Art ist. Eine riesige Hybridpappel ist der erste Baum, der für das Grünprojekt 2015 fällt, und im Gegensatz zu anderen Großprojekten im Land hält sich der Protest gegen die Motorsäge in diesem Fall sehr in Grenzen. „Sie sind landschaftsprägend“, meint immerhin Naturschützer Thomas Köberle mit Blick auf die Reihe der Pappeln auf der gegenüberliegenden Enzseite, deren Stunden ebenfalls gezählt sind. „Dafür“, wendet Petra Herling ein, „werden im Zuge der Gartenschau mehr Bäume gepflanzt, als jetzt entfernt werden.“

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