Hohe Zahl Bedürftiger verblüfft Schülerinnen
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Zwei 13-jährige Mädchen helfen im Mühlacker Tafelladen und gewinnen bei ihrer Arbeit unerwartete Erkenntnisse
Mühlacker. „In den Ferien ist man fitter“, erklärten Selma Scheytt und Stefanie Weis auf die Frage, warum sie eine Woche Ferien mit einem Einsatz im Tafelladen verbringen. „Macht man das neben der Schule, zieht sich das ewig hin.“ Die beiden Realschülerinnen aus Pinache, 13 Jahre alt, frisch versetzt in die achte Klasse, absolvierten in der sozialen Einrichtung an der Industriestraße ihr 30-stündiges SE, eine Art Praktikum. „Soziales Engagement“ ist Pflicht, und nachdem in einer Veranstaltung in der Schule die Leiterin Frau van Luijk über den Tafelladen berichtet hatte, wollten wir etwas anderes machen, keinen Kindergarten und kein Altenheim wie viele Klassenkameraden, und entschieden uns für den Tafelladen.“
Dass im Tafelladen nach den Vorschriften für den Lebensmittelhandel gearbeitet werden muss, lernen Stefanie und Selma schnell. Molkereiprodukte und Wurstwaren gehören ins Kühlregal. Foto: Filitz
Trotz der vorausgegangenen Information konnten sich die Mädchen nicht so recht vorstellen, wie ein Tafelladen funktioniert. „Wir waren zuerst erschrocken, dass so viele Leute kommen. Das heißt ja, dass es sehr viele Bedürftige in Mühlacker gibt. Das haben wir nicht gewusst“, erklärten sie. „Und eigentlich haben wir auch nicht erwartet, dass es so viel Arbeit gibt“, gaben beide zu. Von 8 bis 17 Uhr ging an den verkaufsoffenen Tagen am Dienstag, Donnerstag und Freitag ihr Dienst, Pausen eingeschlossen, montags und mittwochs so lange, bis alle Anlieferungen der Tafelfahrer ordnungsgemäß verarbeitet und versorgt waren.
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