Hoffen auf das Mühlacker Neujahrsbaby 2021

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Nach der Schließung des Kreißsaals müssen werdende Mütter auf umliegende Krankenhäuser ausweichen

Mühlacker. Da in den Enzkreis-Kliniken Mühlacker im Juni 2019 wegen Personalmangels der Kreißsaal schließen musste, hat es hier zum ersten Mal seit langer Zeit kein „Neujahrsbaby“ gegeben. Ob dies in der 127-jährigen Krankenhaus-Geschichte in Mühlacker eine Premiere darstellt, lässt sich laut dem Sprecher der Regionalen Kliniken Holding, Alexander Tsongas, allerdings nicht mehr gesichert feststellen.

Hoffen auf das Mühlacker Neujahrsbaby 2021

Blick zurück: Sandra Meißner bringt am 1. Januar 2000 ihre Tochter Laura auf die Welt – das erste Baby des Millenniums. Chefarzt Dr. Steigerwald gratuliert damals mit Blumen. Foto: Archiv

Bis zur Schließung des Kreißsaals waren im Jahr 2019 in Mühlacker 163 Kinder zur Welt gekommen, doch nachdem schon Anfang des Vorjahres zwei neu ausgebildete Hebammen schwanger wurden, zwei ihrer Kolleginnen längerfristig erkrankten und zwei weitere kündigten, blieb für die Geburtshilfe nur eine Zwangspause. Obwohl es danach laut Tsongas noch eine kleine Anzahl an Wunsch-Kaiserschnitten gegeben hat, kämen die Babys aus Mühlacker und Umgebung nun in aller Regel in umliegenden Krankenhäusern auf die Welt. „Die werdenden Mütter haben eine große Auswahl an Geburtskliniken in der Region, wie zum Beispiel in Pforzheim, Bietigheim, Ludwigsburg, Bruchsal und Karlsruhe.“ Zwar könnten im Notfall auch die Gynäkologen der Frauenklinik in Mühlacker eine Entbindung durchführen, jedoch sei die Wahrscheinlichkeit dafür sehr gering, da sich die schwangeren Frauen in aller Regel bereits Monate im Vorfeld über ihren Wunschkreißsaal informiert hätten.

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