Höllenhund und Schoßtier
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Ausstellung lässt auf über 300 Schmuckstücken Tiere von der Antike bis zur Neuzeit springen
„Höllenhund und Liebestaube“ heißt die Ausstellung im Schmuckmuseum Pforzheim, die jetzt eröffnet wurde.
Blick auf eines der Ausstellungsstücke. Foto: Roth
Pforzheim. Den Höllenhund mit roten Augen und mit zwischen spitzen Zähnen heraustropfendem Geifer wird man aber vergeblich suchen in den Vitrinen. Der soll nur ein bisschen für Aufmerksamkeit sorgen und macht sich gut als Kontrast zu den Liebestäubchen, die zur Genüge an Halsketten und anderen funkelnden Schätzen flattern. Hunde gibt es auch, aber eher als verzärtelte Schoßhündchen wie bei dem 1830 in Berlin (oder Gleiwitz) hergestellten schnörkelhaften Halsschmuck aus Eisendraht, dessen Mittelpunkt ein auf Porzellan gemaltes Bildnis eines Mädchens mit ihrem Hündchen bildet. Oder in Form eines treuen Wegbegleiters und Helfers wie der filigrane Vorsteherhund aus Elfenbein auf einer Anstecknadel, gefertigt 1950 in Geislingen an der Steige. Der kleine Kerl ist vielleicht einen Zentimeter groß, hebt aber deutlich die Vorderpfote an – ein Zeichen dafür, dass er etwas Jagenswertes erschnuppert hat.
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