Höllenhund und Liebestaube
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Ausstellung beleuchtet Tiermythen im Schmuck
Pforzheim (pm). Tiere gehören zu den frühen Motiven im Schmuck. Es gibt sie in fast jeder Epoche, in unterschiedlichen Formen und Bedeutungen. Ob es die Köpfe einer Wildkatze an einem persischen Armreif von vor 2700 Jahren sind, deren Zauber Einfluss auf den Jäger nehmen sollte, oder Liebesvögel in Form von Täubchenohrschmuck in der Antike; ob ein Jagdhundanhänger aus der Renaissance als Symbol der Treue oder eine für die damalige Zeit exotische Insektenbrosche aus dem Jugendstil, ob Fantasie- und Mischwesen oder zeitgenössische Arbeiten wie Käferbroschen von Georg Dobler. Mit rund 120 Objekten aus der eigenen Sammlung zeigt eine neue Ausstellung im Pforzheimer Schmuckmuseum die Vielfalt von Tiermotiven im Schmuck in den vergangenen 5000 Jahren. Im Dialog zu „Höllenhund und Liebestaube“ widmet sich die Pforzheim Galerie der Rezeption von Tieren in der Kunst.
Fast 300 Tiere „bevölkern“ das Schmuckmuseum, manche klein und erst auf den zweiten Blick zu finden, während andere als eigenständiges Schmuckstück unübersehbar sind. „Das Thema ist von breitem Interesse. Nicht zuletzt nach der Ausstellung über die Schlange im Schmuck war es naheliegend, sich weiteren Tierarten zuzuwenden und der Frage nachzugehen, welche Vorläufer und Wegbereiter es in der Kunstgeschichte gegeben hat“, erläutert Museumsleiterin und Kuratorin Cornelie Holzach, wie es zu der Ausstellung kam. „Dass Tiermotive im Trend liegen, zeigen auch die Kollektionen großer Juweliere.“ In der Schau geht es auch um Fantasie- und Mischwesen, die die Schmuckgeschichte seit jeher begleiten.
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