Hölderlin litt unter der Enge des Klosters

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Dr. Thomas Schmidt, Leiter des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, hält in Maulbronn Vortrag über den Dichter

Maulbronn. Es ist eine ungeheure Resonanz: In rund 700 Jubiläumsveranstaltungen bundesweit wird im Jahr 2020 des 250. Geburtstags von Friedrich Hölderlin gedacht. Dr. Thomas Schmidt eröffnete am Samstag mit seinem Vortrag „Wohin denn ich?“ die Reihe der Maulbronner Termine. Der Leiter des Deutschen Literaturarchivs in Marbach würdigte die literarische Sonderstellung des Dichters und gab Einblicke in dessen Leben, das er zu einem großen Teil in einem Turmzimmer verbrachte.

Hölderlin litt unter der Enge des Klosters

Mit dem Vortrag „Wohin denn ich?“ eröffnet Dr. Thomas Schmidt die Maulbronner Veranstaltungen im Hölderlinjahr. Foto: Stahlfeld

Der „Hölderlinturm“ in Tübingen ist denn auch das Gebäude, das vielen Menschen bei der Erwähnung von Friedrich Hölderlin (1770 bis 1843) einfällt. Tatsächlich verbrachte der gebürtige Lauffener dort ab 1807 seine zweite Lebenshälfte, nachdem er nach einer Zwangsbehandlung im Tübinger Universitätsklinikum als „unheilbar“ entlassen worden war. Seine Zeitgenossen hielten ihn anscheinend für wahnsinnig.

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