Hochzeits-Desaster zum Schieflachen

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Schwabenbühne Asperg zeigt „A gmäht’s Wiesle“ im Sternenfelser Bürgersaal

Eine mannstolle Tochter, eine ehrgeizige Mutter, ein wettfreudiger Vater, eine boshafte Schwester, eine patente Großmutter und ein wenig standesgemäßes Berufsbild – das Mundart-Ensemble der Schwabenbühne Asperg zeigte mit seinem Programm „A gmäht’s Wiesle“ im Bürgersaal Sternenfels, wie aus diesen Zutaten ein Lustspiel wird. Das freute den Veranstalter, die WG Sternenfels.

Die mannstolle Tochter will noch vor ihrem 30.Geburtstag heiraten. Doch der Vater hat was dagegen. Schließlich hat er eine Wette laufen... Foto: Hansen

Die mannstolle Tochter will noch vor ihrem 30.Geburtstag heiraten. Doch der Vater hat was dagegen. Schließlich hat er eine Wette laufen... Foto: Hansen

Sternenfels. Rudi hat „Nein“ gesagt, Gloria heult sich die Augen aus dem Kopf. Verständlich: Mit einem Barvermögen von 24583 Euro, Porsche-Aktien im Wert von 1000 Euro und einer Lebensversicherung über eine Million Euro, wäre der Ex-Bräutigam ein guter Fang gewesen. Wer ist schuld an dem Hochzeits-Desaster, über das die ganze Nachbarschaft spricht? Mutter und Tochter sind sich einig: Die unstandesgemäße Tätigkeit von Vater Eugen als Toilettenhaus-Verleiher hat den Bräutigam in letzter Sekunde in die Flucht getrieben. „Warum hast nichts Gescheites gelernt? Warum Scheißhäuslesverleiher?“ Der so Gescholtene verweist auf das krisensichere Geschäftsmodell: „Wenn die Leute kein Geld haben – geschissen wird immer.“ Er betont die gesellschaftspolitische Verantwortung: „Es muss auch Geschäfte geben, wo es stinkt.“ Er erinnert an die Familientradition: „Mein Großvater hat 1936 auf dem Cannstatter Wasen das erste Scheißhäusle aufgestellt.“

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