Hobby-Flieger zieht es ins südliche Afrika
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In Mühlacker werden Segelflugzeuge aus Namibia abgeholt
Mühlacker. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit sind im Mühlacker Industriegebiet in fünf großen Container 24 Segelflugzeuge angekommen, die rund drei Wochen auf dem Seeweg von Namibia nach Hamburg unterwegs waren. Von Mühlacker aus wurden die flotten Gleiter von ihren Besitzern aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland mit Spezialanhängern abgeholt. Organisiert hat die ganze Aktion der Mühlacker Hobby-Flieger Sascha Costabel, der auch Mitglied beim Flugsportclub Mühlacker ist. Der 42-Jährige erzählt, dass in der Zeit zwischen November und Januar, wenn im südlichen Afrika Hochsommer ist, der Flugplatz Bitterwasser in Namibia ein Eldorado für Segelflieger ist. Bei meist idealen Wetterbedingungen unternehmen Segelflieger aus der ganzen Welt Dreiecks- oder Streckenflüge über 1000 Kilometer. Angefangen hat alles in den 60er Jahren auf der Bitterwasserfarm. Heute ist es ein internationales Segelflugzentrum von Weltrang. Hauptsächlich Privatpersonen, so Sascha Costabel, lassen im Herbst ihre Segelflugzeuge auf dem Seeweg nach Namibia bringen, um im europäischen Winter ihrem Hobby zu frönen. Außerdem werden die Segelflugzeuge aus Europa auch vermietet.
Die Segelflugzeuge werden von den Überseecontainern in Spezialanhänger verladen.
In diesem Jahr war der Umschlagplatz in Mühlacker, sagt Costabel. Über den Hamburger Hafen wurden die 40-Fuss-Container mit der Eisenbahn nach Kornwestheim gebracht und dort mit Lastwagen abgeholt. Der Mühlacker Flugsportclub ist nicht beteiligt, wie Vereinsvorsitzender Jürgen Klemm betont. „Das ist eine private Aktion.“ Die Mühlacker Hobby-Flieger nutzten die Winterzeit, um ihre Flugzeuge für die kommende Flugsaison fit zu machen.
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