Hitzkopf bekommt eine zweite Chance
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Nach Vorfall mit Teleskopschlagstock: Viktoria Enzberg suspendiert Spieler vorläufig von Spielen und Training
Der Fußballer, der am vergangenen Sonntag mit einem Schlagstock bewaffnet in die gegnerische Kabine gestürmt sein soll, wird vorerst nicht mehr für Viktoria Enzberg spielen. Ein Rauswurf aus dem Verein bleibt ihm jedoch erspart, vielmehr will der FC Viktoria seinem Spieler helfen, sich im Zaum zu halten.
Ausfahrbare Teleskopschlagstöcke wie dieser gehören zur Ausrüstung der Polizei. Eine Waffe dieser Art soll der Fußballer in der Hand gehabt haben, als er in die gegnerische Kabine stürmte. Die Polizei konnte jedoch keinen solchen Schlagstock finden. Foto: Sigerist/StN
Mühlacker-Enzberg. „Die Viktoria Enzberg bedauert den Vorfall beim Spiel der Aktiven nach der Begegnung SG Ölbronn-Dürrn gegen den FC Viktoria Enzberg am letzten Sonntag außerordentlich“, schreibt Vorstandsmitglied Heinz Voges in einer Pressemitteilung, die am Mittwochabend in der Redaktion einging. In einer internen Sitzung seien die Mannschaft und die Vereinsführung zu dem Entschluss gekommen, den Spieler vorläufig zu suspendieren, teilt Voges mit. Die Tür ganz zuschlagen will der FC Viktoria nicht, zumal der 19-jährige Spieler in Enzberg aufgewachsen ist und erst in diesem Jahr aus der eigenen Jugend zu den Aktiven gestoßen ist. Deshalb, so Voges, bemühe sich der Verein nun, „bei dem noch sehr jungen Spieler einen Lernprozess anzustoßen und mit professioneller Hilfe dem Spieler einen Weg aufzuweisen, damit er ohne Gewalt mit Emotionen umgehen kann, denn Gewalt hat in welcher Form auch immer nichts im Sport verloren.“
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