Hingucken statt Wegschauen
Archiv
Enzkreis/Pforzheim. Sein Eingreifen musste Dominik Brunner in München mit dem Leben bezahlen und stieß damit die Diskussion um Zivilcourage an. Wenige Wochen danach war es der Pforzheimer Manfred Barges-Gärtner, der durch sein beherztes Eingreifen sich selbst zum Ziel einer Mädchengang machte und dabei verletzt wurde. Zu dieser Zeit kam in Pforzheim der Gedanke auf, engagierte Mitmenschen für ihre Zivilcourage auszuzeichnen. Bereits am 17. Juli 2010 wurden zehn solcher Bürger mit Sachpreisen wie einer Aida-Kreuzfahrt oder einer Ballonfahrt geehrt. Nun soll es eine Neuauflage geben.
Werbung für die gute Sache: Der Zivilcourage-Preis soll dafür sensibilisieren, in kritischen Momenten nicht wegzuschauen.
Bürger aus Pforzheim und dem Enzkreis, die sich zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 30. September 2012 in einer kritischen Situation vorbildlich verhalten haben, sollen für den Preis vorgeschlagen werden bei Rüdiger Schilling, Leiter der Kriminalprävention der Pforzheimer Polizeidirektion, oder unter der E-Mail-Adresse info@zivilcouragepreis.de, um in den Wettbewerb aufgenommen zu werden. Neben Plakaten und Faltblättern wird dieses Mal die Aktion auch durch Werbung an sieben Bussen unterstützt. Busse des Pforzheimer Stadtverkehrs und der privaten Busunternehmen Müller, Eberhardt und Seitter beteiligen sich daran und fahren ab sofort bis Ende 2012 mit Aufrufen für mehr Zivilcourage durch Pforzheim und den Enzkreis. Sie unterstützen die Aktion genauso wie die Stadt Pforzheim, das Landratsamt, die Polizei, die Staatsanwaltschaft und die Sparkasse Pforzheim Calw, die das Preisgeld von 2000 Euro zur Verfügung stellt.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen